Raclettekäse

Von der Schweiz in die ganze Welt: Raclettekäse

Raclette ohne Käse ist undenkbar. Noch vor den Kartoffeln ist Käse die Hauptzutat Nummer Eins und gehört zu jedem geselligen Raclette-Abend. Im Supermarkt finden Sie den bekanntesten Vertreter auch schlicht unter der Bezeichnung "Raclettekäse". Der Name leitet sich vom Ursprung des Raclettes ab. In seinen Anfangszeiten war das Raclette noch keine Variante eines Tischgrills, sondern wurde unter freiem Himmel zelebriert. "Racler" ist Französisch und bedeutet übersetzt "schaben". Man schabte den erhitzten Käse direkt vom Laib und genoss ihn gemeinsam mit Brot oder Kartoffeln direkt am wärmenden Feuer. Dass sich der Brauch des Raclettes mittlerweile geändert  und modernisiert hat, ist wohlbekannt. Der würzige und besonders cremige Raclettekäse aber gehört auch heute noch fest zu diesem Essen dazu.

Der Käse macht's: Raclettekäse von mild bis würzig

Nicht nur die bekannte Spezialität aus der Schweiz, passt zum Raclette. Längst hat sich die gesellige Tradition geöffnet und ist variantenreicher geworden. Im Grunde können Sie jeden Käse verwenden, der Ihnen schmeckt. Nur auf einen Punkt sollten Sie beim Käse fürs Raclette achten: Er muss gut schmelzen. Ansonsten haben Sie freie Hand und können aus zahlreichen Käsesorten wählen. Einige Beispiele nenne ich Ihnen gerne.

Raclettekäse

Der Klassiker, den Sie unter dieser Bezeichnung im Laden  kaufen können, ist vollfett, zartschmelzend und meist aus Rohmilch hergestellt. Der Geschmack des Raclettekäses ist sehr würzig, aber nicht penetrant. Ein Muss für ein klassisches Walliser Raclette!

Appenzeller

Achten Sie beim Einsatz von Appenzeller fürs Raclette auf die Käsemenge! Je älter der Appenzeller, umso intensiver seine Würze. Ein guter Ersatz für den Klassiker! Wenn Sie keinen Appenzeller bekommen, liefert auch ein Gruyère eine würzige Abwechslung.

Mozzarella

Auch der kleine Italiener kann zum Käse fürs Raclette werden. Ihn zeichnet seine besondere Milde aus. Gerade für Kinder ist Mozzarella wunderbar geeignet. Mein Tipp: kleine Pizzen im Pfännchen schmecken mit Mozzarella original italienisch.

Butterkäse

Ähnlich mild wie Mozzarella macht sich auch zarter Butterkäse gut im Pfännchen. Wer eine cremige Konsistenz wünscht, dabei aber den Eigengeschmack von Gemüse und Fleisch in den Vordergrund rücken will, ist mit Butterkäse gut beraten. Alternativ ist auch Gouda eine Möglichkeit für ein mildes Raclette.

Gorgonzola

Sicher kein Platzhirsch, aber ein Geheimtipp. Wenn Sie Ihren Gästen mehrere Käsesorten anbieten, teilen Sie die im Rezept angegebene Käsemenge einfach auf. Gorgonzola harmoniert herrlich mit Spinat oder anderem grünen Gemüse.
Die Qual der Wahl ist beim Raclette-Käse groß.
Die Qual der Wahl ist beim Raclette-Käse groß.

Wieviel Käse pro Person kaufen?

Wenn Sie Abwechslung lieben, mischen Sie die Sorten ruhig. Es muss nicht immer der klassische Raclettekäse sein. Ergänzen oder ersetzen Sie nach Lust und Laune - Ihr Geschmack gibt die Richtung an! Pro Person empfehle ich Ihnen eine Käsemenge von etwa 200 Gramm – gleich welcher Sorte.

Zu viel des Guten? Raclettekäse einfrieren!

Wer kennt das nicht? Am Ende des Tages hat man gut gespeist, aber noch jede Menge Zutaten übrig. Raclettekäse ist viel zu schade, um ihn einfach zu entsorgen. Frieren Sie die Reste einfach ein und nutzen sie ein anderes Mal wieder. Gerade fetthaltige Hartkäsesorten machen diese Prozedur ohne Qualitätsverluste mit. Beachten Sie zum Thema Käse einfrieren folgende Punkte:
  • Hartkäse am Stück hält sich problemlos einige Wochen im Kühlschrank und muss nicht sofort eingefroren werden.
  • Frischkäse und Weichkäse eignen sich aufgrund ihres hohen Wassergehaltes nicht zum Einfrieren.
  • Mozzarella kann eingefroren werden, hat aber beim Aroma leichte Einbußen. Zum Überbacken beim nächsten Raclette können Sie ihn aber problemlos verwenden.
  • Zum Einfrieren den Käse am Stück sorgsam in Frischhaltefolie wickeln oder in eine geeignete Kunststoffdose füllen.
  • Raclettekäse in Scheiben mittels Butterbrot- oder Backpapier voneinander trennen und anschließend in Folie wickeln bzw. umfüllen.
  • Raclettekäse nicht länger als ein bis zwei Monate einfrieren.
  • Käse langsam auftauen, optimal über Nacht im Kühlschrank.
Die beste Gelegenheit überschüssigen Käse bald zu verwenden, ist ein weiterer Raclette-Abend. Laden Sie doch mal wieder ein!

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Über mich:

Mehr als ein mal im Jahr zelebrieren meine Familie und ich einen Raclette-Abend. Dass es dabei von den verschiedensten Raclettegeräten, bis hin zu diversen Zutaten und Einsatzmöglichkeiten derart viel zu Wissen gibt, veranlasste mich mit dem "Raclette Test" ein Informationsportal zum Thema Raclette und Raclette-Grills ins Leben zu rufen.